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Namielle
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„Menschen, die sich Kindesmissbrauchsvideos anschauen, sind häufig nicht pädophil, sondern pornosüchtig.“

Beitrag von Namielle »

Gemeinsame Recherchen von STRG_F und Panorama beleuchten nun ein bisher kaum beachtetes Motiv, weshalb sich viele Menschen diese strafbaren Inhalte ansehen. Demnach sind relevante Teile der Konsumenten nicht pädophil im medizinischen Sinne, sondern schauen die Missbrauchsdarstellungen, um einen sexuellen "Kick" zu erfahren. Fachleute sprechen von einer "Eskalation" der Pornonutzung.
https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/panorama/archiv/2026/kindesmissbrauch-werbung-auf-pornoseiten,kindesmissbrauch-werbung-pornoseiten-100.html

https://youtu.be/KIak3QO90sY

Das überrascht mich nicht, aber es gibt ja ernsthaft Leute, die meinen, dass es ohne Pädophile keine Nachfrage nach solchem Material mehr geben würde. Das ist genauso unsinnig wie der Gedanke, dass Kinder dann nicht mehr sexuell missbraucht werden würden. In der Regel handelt es sich nun einmal bei beidem um „normal veranlagte“ Menschen. Vor allem an dem „härteren“ Material mit Gewalt werden Pädophile häufig gar kein Interesse haben.
Konservative Schätzungen gehen davon aus, dass etwa drei Prozent der männlichen und ein Prozent der weiblichen Bevölkerung süchtig nach Pornos sind. In Deutschland wären das über eine Million Menschen.
Nach diesen Schätzungen gibt es mehr Pornosüchtige als Pädophile.
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Mitleser
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Re: „Menschen, die sich Kindesmissbrauchsvideos anschauen, sind häufig nicht pädophil, sondern pornosüchtig.“

Beitrag von Mitleser »

Mich überraschen diese Erkenntnisse auch nicht wirklich, mit die beliebtesten Suchwörter, wenn es um Pornografie geht, waren ja schon immer "teen", "barely legal", "only 18" und dergleichen, wo also besonders junge DarstellerInnen gesucht werden, weil deren Reize für die Konsumenten besonders ansprechend sind. Interessant finde ich auch den folgenden Absatz:
Was überrascht: Dieses Missbrauchsmaterial finden sie oft nicht im Darknet, sondern im ganz normalen Internet. Und der Pornokonsum beginnt oft auf den geläufigen Plattformen. Hier gibt es zwar keine Aufnahmen, die sexualisierte Gewalt gegen Kinder zeigen. Allerdings Videos mit Inzest-Fantasien, wie Sex zwischen Stiefvater und -tochter, die dann zum Beispiel "Wenn die Mama das erfährt: Stiefvater macht die Stieftochter klar!" betitelt sind oder "Stiefvater bestraft seine Stieftochter mit Sex".
Man muss also gar nicht ins Darknet gehen, offenbar findet man selbst auf für jedermann zugänglichen Websites zumindest reichlich Verlockungen, was hierzulande evtl. sogar unter "Anscheinspornografie" fallen würde, also "wirklichkeitsnahes" Material mit jungen, auf Kind getrimmten DarstellerInnen. Gestern bin ich dann noch über eine interessante Meldung bei Heise gestoßen, da geht es zwar um das Darknet, aber im Grunde genommen wurde dort mit den gleichen Methoden geworben.
https://www.heise.de/news/Operation-Alice-Internationaler-Schlag-gegen-Paedokriminelle-11217530.html hat geschrieben:Mehr als 373.000 Darknet-Seiten haben internationale Strafverfolger bei der „Operation Alice“ abgeschaltet und mit Sperrbannern versehen. Die Plattformen haben mit kinderpornografischem Material Kunden gesucht. Dabei handelte es sich jedoch um Fake Shops – nach Zahlung gab es keine der erwarteten „Waren“.
Betrüger haben also hunderttausende (!) von Darknet-Seiten generiert, mit kinderpornografischem Material als Lockmittel garniert, und hunderte von Leuten sind auf die Fake-Shops hereingefallen und haben Geld gezahlt, ohne die gewünschten Kinderpornos zu bekommen. Ich frage mich ja, wie diese Leute überhaupt ins Darknet gefunden haben, vielleicht gab es auf den von STRG_F beobachteten Plattformen auch Links dorthin, und die Konsumenten, die den ganz besonderen "Kick" gesucht haben, sind darauf hereingefallen. "Pädokriminelle", wie in der Heise-Überschrift verwendet, sehe ich da eher nicht, das werden wohl eher nicht Pädos gewesen sein, sondern solche Pornosüchtigen, die bereit waren, Geld für ihre Lustbefriedigung auszugeben.
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Horizonzero
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Re: „Menschen, die sich Kindesmissbrauchsvideos anschauen, sind häufig nicht pädophil, sondern pornosüchtig.“

Beitrag von Horizonzero »

Und wieder ist es im wesentlichen der Geldfluß der die Nutzer letztlich enttarnt, auch Bitcoin´s müssen iwann über einen offiziellen Weg getauscht werden. Und Pornosüchtige suchen in der Regel schon was ihnen den besonderen Kick gibt, jene die
expliziet nach Kipo suchen haben sicherlich 2 Probleme, nämlich sowohl Pornosüchtig und Pädophil zu sein.
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Namielle
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Re: „Menschen, die sich Kindesmissbrauchsvideos anschauen, sind häufig nicht pädophil, sondern pornosüchtig.“

Beitrag von Namielle »

Die haben das "Operation Alice" genannt :?

Ich kann ehrlich nicht glauben, dass da so viele Leute für Kinderpornographie gezahlt haben sollen.
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