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Ovid
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Registriert: 09.10.2008, 20:26

Re: Ehrenkodex für Pädophile

Beitrag von Ovid »

Sakura hat geschrieben: Also ist das von Anfang an inakzeptabel.
Sehe ich ähnlich. Parallel dazu: Ehrenkodex bei SUH.
Sakura hat geschrieben: weil dort von Anfang an von eioner Gefahr ausgegagen wird, die ein Perv bedeutet, nur ausnahmsweise ist das mal nicht so, nämlich wenn er die bunten Pillen fleißig schluckt.
[...]Zum Glück gehen beiden kaum Pervs ins Netz.
Nun, tatsächlich kommen doch schon eine handvoll Pervs da vorbei und mich interessiert es, was für Mechanismen da eine Rolle spielen.
Da gibt es mehrere Möglichkeiten bzw. vlt. auch ein Gemisch dieser Faktoren.

1. Der Leidensdruck derjenigen ist unverhältnismäßig höher und ihr Selbstkonzept näher an einer Krankheit dran.

2. Die Suche nach gesellschaftlicher Anerkennung um jeden Preis, indem man sich von einer erkennbaren Gruppe abgrenzen kann, aka böse Pädos vs. gute Pädos.

Tatsächlich fällt 2 vollkommen auseinander je mehr Pädos es sind und je freier die Stimmen sind. Marco hatte damals ja ein Forum, welches darunter gelitten hatte, dass ihre "harte Linie" einfach zu weit aufgeweicht wurde durch freien Diskurs.
Der Exklusiv-Club funktioniert nicht mehr sobald mehr Pädos dazukommen.

3. Wenig oder keinen Kontakt mit Kindern - völlige Unsicherheit über das eigene Auftreten und Handeln gegenüber Kindern. Der Glaube man sei vollkommen gefährlich und könnte jeder Zeit außer Kontrolle geraten.
Sakura hat geschrieben: Deser Max oder die Gruppe die sich hinter dem Namen verbirgt sind ausnahmslos Lumpen.
Ich frage mich was hätte passieren müssen bzw. wie hätte der Selbstfindungsprozess aussehen müssen, sodass man selbst an diesem Punkt landet?
Ich kann mir zumindest vorstellen, dass, wenn man einmal mittendrin steckt, es schwer ist sich wieder "rauszudenken". Das ist so ähnlich wie bei religiösen Glaubensprinzipieren. Die Überzeugung in die man investiert hat, wird man nicht mehr los - das kann selbstverständlich genauso in die umgekehrte Richtung funktionieren.

Ich wundere mich nur, weil ich Max Äußerungen über die Zeit beobachtet habe und sich vieles relativiert hat.
Und weiß der Geier was Marco macht.

Was die Wankelmütigkeit und Gemütsschwankungen, Überzeugungskrisen angeht, so hatte ich ja selbst auch eine Menge abbekommen - kann deshalb so einiges nachvollziehen.

Es ist aber auch verflixt noch mal tricky überhaupt festen Boden unter den Füßen zu haben, wenn der einzige Input an "Klartext-Informationen" diesbezüglich nur im Internet zu finden ist und die Verarbeitung von dem eigenen emotionalen Zustand abhängig ist und im echten Leben schlägt man sich rum mit stummen Situationen und deren Bedeutung.
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Ovid
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Re: Ehrenkodex für Pädophile

Beitrag von Ovid »

Es ist interessant zu sehen wie unterschiedlich das pädophile Selbstverständnis von unterschiedlichen Pädophilen ist.
Ist ja auch logisch, wir sind alles Individuen. Und doch lassen sich manchmal bestimmte Trends erkennen und Pädophilenbilder, die sich diametral gegenüberstehen.
So ist es ja zum Beispiel mit den Pädos drüben bei SuH, die ihre Pädophilie als schweres Schicksal und große Herausforderung sehen und die sich über ein Ehrenkodex identifizieren, während es bei uns eher bunt, und etwas mehr zum Positiven geneigt zugeht, wo sich viele eher mit der Bezeichnung girllover anfreunden können, als jemand mit einer Störung der Sexualpräferenz.

Wie ist die Situation eigentlich in anderen Ländern? Dort bin ich ja vor einem Jahr schon auf die "virtuous pedophiles" gestoßen.
Sakura erläuerte schon weiter oben einmal ganz treffend:
Sakura hat geschrieben:Virtuous ist ein positiv besetzter Begriff, mit denen sich diejenigen Pervs, die sich an die Mehrheit anpassen wollen, von den anderen abgrenzen, für die dann nur noch die negativen Begriffe übrig bleiben.
Es gibt eine frische Auseinandersetzung zwischen den "virtuous pedophiles" und einigen anderen MAPs (MAP = minor attracted person; zusammenfassung von pädophilen und hebephilen) auf dem Blog von Tom O'Caroll [1] [2].

Hier der Gastkommentar von den virtuous pedophiles:
https://tomocarroll.wordpress.com/2013/ ... christmas/

Und hier die Antwort von Tom O'Carroll (TOC):
https://tomocarroll.wordpress.com/2013/ ... ignorance/

Wen es interessiert, der kann es ja mal lesen.

Ich erinnere mich noch als im Offenen Bereich des GLFs Marco auch mit einigen hier herumdiskutiert hat, was ja allerdings sehr schnell aufgegeben wurde und nun permanente Linien im Sand gezeichnet wurden.

Diese Auseinandersetzung scheint bei denen dort drüben gerade stattzufinden, mit vielen Parallelen aber auch einigen Unterschieden.

[1] https://tomocarroll.wordpress.com/
[2] http://en.wikipedia.org/wiki/Tom_O%27Carroll
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YoungLover
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Re: Ehrenkodex für Pädophile

Beitrag von YoungLover »

Virtuous pedophiles. Mit denen machte ich Bekanntschaft als ich mich zum ersten mal als Pädophil abstempelte und verzweifelt versucht habe, meine Krankheit zu heilen. Damals war ich ziemlich froh das es so extreme Edel-Pädos wie mich gab. Da fühlte ich mich nicht wie ein Kinderschänder. Aber jetzt, inzwischen, hat sich meine Ansicht auf das ganze "adult-child-sex" Thema verändert.
We believed that stigma would be reduced if society was made aware that many pedophiles are able to successfully resist their sexual feelings.
No way. Glaube ich nicht. Ich höre ständig wie sich Leute darüber beklagen, wie eckelhaft, abschäulich und krank es ist, wenn Männer auf kleine Kinder stehen. Ob ein MAP nun auf den sexuellen Kontakt mit Kinder eingeht oder nicht, spielt überhaupt keine Rolle. Es ist das Prinzip das den Normalen nicht gefällt. Und solange die Propagandisten a.k.a. Medien auf Pädophile eindreschen wird das auch so bleiben. Wie sie schon sagten; "Laws have become more harsh; societal attitudes more severe."

Nachtrag:
Oh, die Pädo-Aktivisten haben wohl die gleiche Meinung wie ich:
"They also believed that the approach wouldn’t have any impact – that people hate us because of our sexual feelings without regard to whether we act on them."
Will this recent spate of favorable articles make its way into the public consciousness and reduce stigma? We don’t know, but the early signs are hopeful.
Jaaa... early signs? Welche? Ich habe noch nie etwas positives über Pädophilie mitbekommen. Oder freuen sie sich einfach weil in Zeitungen/TV darüber berichtet wird, wie Pädos erfolgreich ihre Sexualität unterdrücken? Sorry... aber was hat man davon? Ich bringe das nicht in meinen Kopf. Das wird absolut nada ändern. Die Menschen denken sich nun; "er könnte die Kontrolle verlieren. Zu gefährlich..."
Sometimes just letting people know that they are not alone, expressing sympathy and support, can be enormously helpful. [...] Sometimes we encourage people to see professionals, often through ATSA, Project Dunkelfeld or ilovechildren.us.
Das gefällt mir. Aber wie ich auf der ilovechildren.us Seite lese:
"Researchers agree that girls are more apt to be sexually abused than boys, but boys are less likely to report any sexual interaction with an adult, often because they do not consider it abuse."

Wenn's für die Jungs kein Missbrauch ist, ist der sexuelle Kontakt doch in Ordnung, nicht? Wieso sollte man mit etwas aufhören, wenn sich beide wohl fühlen und ihre Aktivitäten nicht als Missbrauch bzw. als "schlimm" einstufen? Aber dazu kommen wir ja noch.
Activist pedophiles who promote changes in age of consent laws are pretty much reduced to talking among themselves and have no ability to influence discussion on important issues where change is possible. Their arguments have no traction with society at all.
Das unterschreibe ich doppelt. Das stimmt. Absolut. Diejenigen, die für mehr Akzeptant kämpfen, werden entweder beleidigt oder ignoriert. Ein perfektes Beispiel ist der Gieseking...
A child who seems to be enjoying sexual activity at the time may later internalize societal attitudes and severe harm could result. [...] Very few people look back on their childhood sexual experiences with other adults as profoundly positive – the relationship may have been, but not the sexual aspects. A great many look back with great anguish.
Können sie doch gar nicht wissen. Das später sekundäre Schäden auf das Kind einen Einfluss haben kann ich mir gut vorstellen (also könnte man sagen die Gesellschaft sei schuld wenn Kinder missbraucht werden? :lol:). Aber solange man Opfern mit positiven Erinnerunen einredet, dass ihnen nur die Beziehung und nicht die sexuellen Aspekte gefiel, sehe ich keinen Grund wieso wir die Gesellschaft respektieren sollten. Klar, es geht um die Kindern denen man Schäden verhindern könnte. Aber - verdammte Scheisse nochmal - es wird sogar Kindern verboten mit gleichaltrigen zu experimentieren. In den vereinigten Staaten werden sogar Kinder eingesperrt weil ihnen sexueller Missbrauch oder Vergewaltigung vorgeworfen wird. Gehört es zu der Verantwortung von Pädophilen dafür zu sorgen, dass Gesellschaft Kinder als Menschen und nicht als potenzielles Vergewaltigungs-Opfer betrachten?

Die virpeds haben einige gute Ideen und wollen zeigen, dass Pädophile keine herzlosen Kinderschänder sind. Da bin ich dabei. Aber mir kommt es vor als verfolgen sie ein Ziel, welches man niemals erreichen kann. Sie wollen das Pädos ein schönes und produktives Leben im legalen Rahmen führen können. Gut, aber man kann nicht einfach sein wahres Ich verbergen und sein ganzes Leben lang mit einem "falschen" Partner verbringen. Natürlich geht es um mehr als nur Sex. Es ist aber so das Sex in so einer Beziehung nun mal die Wurzel ist. Man kann diese Bedürfnis nicht einfach abschalten. Wenn es um Sex geht rede ich nicht, wie es sich die Gesellschaft vorstellt, über Penetration oder Oralverkehr. Es geht anderst, ich weiss das. Aber wieso sollten wir uns verstellen und versuchen so ein grosses, unlösbares Problem lösen, wenn die Normalen uns wie Scheisse behandeln?

Die Menschen hassen Pädophile. Ich respektiere die Normalen nicht. In meinem Leben will ich meinen Freunden und natürlich meiner kleinen Freundin eine schöne Zeit geben. Sie glücklich machen. Was die anderen denken kümmert mich nicht - auch wenn mich diese Einstellung in Schwierigkeiten bringen könnte. Ist hart, aber so ist es nun mal; wir müssen damit leben.

Gruss

YL
Fetzer
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Re: Ehrenkodex für Pädophile

Beitrag von Fetzer »

Schuldige, aber da haste nen Fehler gemacht!


Klar, es geht um die Kindern denen man Schäden verhindern könnte Fehler
"Psychoanalyse ist die Geisteskrankheit, für deren Heilung sie sich hält"

_____________________________________________Karl Kraus 1899
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YoungLover
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Re: Ehrenkodex für Pädophile

Beitrag von YoungLover »

Was? Nur einen? :lol: Ich habe jetzt einige Schreibefehler erkannt (ich lass es aber mal so stehen).
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Ovid
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Re: Ehrenkodex für Pädophile

Beitrag von Ovid »

YoungLover hat geschrieben: Nachtrag:
Oh, die Pädo-Aktivisten haben wohl die gleiche Meinung wie ich:
"They also believed that the approach wouldn’t have any impact – that people hate us because of our sexual feelings without regard to whether we act on them."
Mit dem bedeutenden Unterschied, dass VirPed in Pädophilen trotzdem noch eine Gefahr sehen. Er sich also am besten in Therapie begibt und sich zusammenreißen muss (ähnlich Ansicht wie SuH).
Und für diese "Mühe" wollen die sich von der Gesellschaft Respekt und Ansehen "erkaufen", auch über die Mitleidskarte (*heul* wir haben uns das nicht ausgesucht und müssen unsere Neigung täglich bekämpfen).

Das ist auch mein Hauptkritikpunkt an ihnen. Sie verschieben das Bild des Pädophilen vom herzlosen kriminellen Monster zum gefährlichen, gestörten und instabilen Patienten (Das Zeitbomben-Paradigma).
Pädophilie soll nicht mehr die Pest sein, sondern die Cholera...
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