So, und jetzt wieder zum Thema, die TV-Tip(p)s von michse
Oft gelobt, ein paarmal gesehen und bisher leider nur als yt-Video auf Platte:
Samstag, 27. April, ab 7.55 Uhr, mdr
Die Farbe der Milch
(Schweden/Norwegen, 2004)
Die zwölfjährige Selma (Julia Krohn) ist der festen Überzeugung, daß Jungen – wie später eben auch Männer – nichts als Probleme bereiten. Die Beweise dafür hält sie in ihrer Verwandtschaft parat. Schon seit Jahren wollen ihre Tante und deren langjähriger Freund heiraten. Aber kaum steht ein Termin für die Trauung fest, geraten sie regelmäßig in einen so heftigen Streit, daß der Priester nach Hause geschickt und die Feier abgesagt werden muß. Und ist nicht Selmas Mutter aus Liebe sogar gestorben? Darum will Selma von Liebe nichts wissen. Sie widmet ihr Leben der Wissenschaft! Nichts weniger als den Nobelpreis strebt sie an, und deshalb hat sie auch keine Zeit, mit ihren Freundinnen herumzuhängen, bei denen sich doch nur alles um Jungen dreht. Viel lieber diskutiert Selma wissenschaftliche Fragen mit dem gleichaltrigen Andy. Dann aber stellt sich heraus, daß der sich – oh je! – in Selma verliebt hat.
Die beiden Freundinnen von Selma werden gespielt von Maria Elisabeth A. Hansen (Elin) und Marie Kinge (Ingun).
Wenn mir jetzt noch jemand sagen könnte, wer denn die Julia synchronisiert, würd ich mich sehr freuen.
Schönes Intro auf
http://www.die-farbe-der-milch.de/
Viel Spaß dabei und liebe Grüße
asGL
Ich hab mal beim Stöbern noch ne wirklich tolle Filmkritik gefunden:
Vor der wunderschönen Naturkulisse des norwegischen Mittsommers entwickelt Regisseurin und Drehbuchautorin Torun Lian einen gefühlvollen Familienfilm, ein herrliches Plädoyer für die Liebe. Mit leichter Hand schildert sie das Gefühlchaos der Pubertät aus der Sicht der jungen Selma. Die starke Hauptfigur mit ihren sarkastischen Gedankengängen über die Liebe und das männliche Geschlecht bietet nicht nur für junge Mädchen einen großen Identifikationsfaktor. Auch die Erwachsenen werden sich durch die humorvolle Inszenierung an ihre eigenen Erfahrungen zwischen dem Ende der Kindheit und dem Beginn der Jugendzeit zurück erinnert fühlen. Am Ende der Coming-of-Age-Komödie muss nicht nur die Protagonistin lernen, dass man sich der Liebe nicht erwehren kann. Das skandinavische Schauspielerensemble verfügt über großen Charme. Julia Krohn wurde aus 2.000 Bewerberinnen für die Hauptrolle ausgewählt. Mit ihrer direkten Art, Dingen auf den Grund zu gehen, hat sie sofort die Sympathien des Publikums auf ihrer Seite. Krohn erinnert in ihrer Darstellung an Anna Chlumskys Charakter Vada aus der US-Produktion "My Girl". Lians Werk wurde in ihrer Heimat mit mehreren Preisen ausgezeichnet und erhielt auf dem Kinderfilmfest der Berlinale 2005 eine "Lobende Erwähnung".
Andreas Eckenfels/Filmreporter.de