Nur noch 4 Tage online!
https://www.arte.tv/de/videos/048084-000-A/corpo-celeste-fuer-den-himmel-bestimmt/
Die 13-jährige Marta (Yle Vianello) und ihre Familie ziehen aus der Schweiz wieder zurück in ihre ehemalige Heimat in den Süden Italiens, nach Reggio Calabria. In ihrer neuen Heimat hat Marta jedoch starke Schwierigkeiten, sich zurechtzufinden. Zusätzlich zu den äußeren Lebensveränderungen wird Marta mit den körperlichen Veränderungen des Heranwachsens konfrontiert.
Die 13-jährige Marta und ihre Familie ziehen aus der Schweiz wieder zurück in ihre ehemalige Heimat in den Süden Italiens, nach Reggio Calabria. Während die übrigen Familienmitglieder die Rückkehr in die Heimat feiern, hat Marta Schwierigkeiten, sich in ihrer neuen Umgebung zurechtzufinden. Reggio Calabria wirkt wie ein jahrelang vernachlässigter Ort. Müllberge häufen sich an den Straßenrändern und unfertige Bauten ragen auf verlassenen Feldern wie Unkraut aus der Landschaft. Auch in Marta wächst das Gefühl von Vernachlässigung und Tristesse, denn sie hat kaum Kontakt zu Gleichaltrigen, und ihre Familie bietet dem Mädchen keine Stütze. Während ihre Mutter stets müde von der Arbeit nach Hause kommt, lässt ihre ältere Schwester keine Möglichkeit aus, Marta zu kritisieren und zu bevormunden. Neben der Familie hat Marta allein im Kommunionsunterricht soziale Kontakte. Die Dominanz der katholischen Kirche in Reggio Calabria wirkt auf Marta befremdlich und verstärkt ihr Gefühl der Einsamkeit. Zusätzlich befindet sich Marta am Anfang ihrer Pubertät, so dass das Mädchen nicht nur mit äußeren Lebensveränderungen konfrontiert wird, sondern zugleich mit den eigenen körperlichen Veränderungen zu kämpfen hat.Das Gefühl der Fremde zeigt sich in doppelter Weise: Innerlich und äußerlich steht Marta in Distanz zu ihrem Körper wie zu ihrer neuen Umgebung. Beidem kann sie sich nicht entziehen. Der Film erzählt auf höchst sensible Weise den Prozess der Selbstfindung eines heranwachsenden Mädchens.
Gesehen habe ich den Film nur in Ausschnitten. Er sieht erstmal interessant aus, die Art des Erzählens gefällt mir einfach. Sehr ruhig und irgendwie zusammengestückelt, so als ob immer verschiedene Momente aus dem Alltag von Marta (Yle Vianello) eingefangen werden. Fluch und Segen zugleich ist der italienische Originalton mit deutschen Untertiteln.
Spannend auch, dass man sich damals im jahr 2011 noch getraut hat, ein pubertierendes Mädchen oben ohne zu zeigen. Das wäre heute wohl nicht mehr möglich.