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Leni
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Registriert: 02.02.2021, 08:00

Kurzfilm – DER ZEITBAUM

Beitrag von Leni »

https://www.youtube.com/watch?v=JNegCVnGZpo&list=PL_B4qMYlFe06dVwAEP2ejbH5OWej1hxiu&index=7

(englische Untertitel)
Ein taubes Mädchen entdeckt einen Baum. Im Jahr 1596 ist Anne ein junges, taubes Mädchen, das von ihren Hausmädchen schikaniert wird. Aufgrund ihrer „Schwäche“ halten sie sie für seltsam und unheimlich.

Auch andere Kinder sehen sie als merkwürdig an und nennen sie eine Hexe. Sie wächst ängstlich und voller Scham auf. Auf der Suche nach Trost im Wald stößt sie auf eine magische Eiche, ein Portal in die Gegenwart.

Sie tritt hindurch und trifft zwei Mädchen in ihrem Alter – Jo und Rachel –, die sie nach einer Nahtoderfahrung kennengelernt hatte. Die drei Mädchen sind voneinander fasziniert, freunden sich an und helfen Anne, Lesen und Schreiben zu lernen.

Annes Fortschritte eröffnen ihr völlig neue Möglichkeiten und geben ihr die Kraft, in ihrer Zeit für sich selbst einzustehen. Die Drehbuchautorin und Regisseurin Céline Cotran, die die Geschichte nach Enid Richemonts beliebten Roman adaptierte, schuf einen wunderschön gestalteten und elegant inszenierten Familienfilm, der einen charmanten Hauch von magischem Realismus mit einer herzerwärmenden Coming-of-Age-Geschichte verbindet.

Der Umfang der Erzählung und die Balance zwischen Fantasie und Geschichte sind äußerst ambitioniert, insbesondere für einen Kurzfilm, der sich an Familien und ältere Kinder richtet. Dennoch profitiert der Film von der starken Grundlage seiner Geschichte, die die kraftvollen, zeitlosen Themen Selbstakzeptanz und persönliche Stärke auf fesselnde, dynamische und kreative Weise vermittelt.

Die Magie und Fantasie beginnen mit den prachtvollen Bildern, die sich mit einer disziplinierten Eleganz entfalten, die sowohl in einem Fantasy-Epos als auch in einem historischen Roman ihren Platz hätte. Die würdevolle Kameraführung und die makellosen Bilder verleihen beiden dargestellten Epochen eine wunderbare Zeitlosigkeit.

Doch dies ist nicht nur klassischer Stil um seiner selbst willen: Er unterstreicht auch die Idee, dass Kinder im Laufe der Geschichte damit zu kämpfen hatten, anders zu sein und sich dieser Andersartigkeit zu schämen.

Die junge Schauspielerin Miranda Beinart-Smith führt ein herausragendes Ensemble an und verkörpert Anne mit intelligenter Wachsamkeit und subtiler Verletzlichkeit, die es den Zuschauern ermöglicht, mit ihr mitzufühlen, ohne jemals Mitleid zu erregen.

Von Natur aus ist sie furchtlos und widerstandsfähig, doch erst als sie in der Gegenwart ankommt und zwei hilfsbereite, freundliche und ebenso intelligente junge Mädchen trifft, erhält sie den Schlüssel, um ihre schwierige Lage zu überwinden. Sowohl in seiner erzählerischen Bandbreite als auch in seiner hochwertigen Produktion wirkt „Der Zeitbaum“ wie ein Spielfilm im Kurzfilmformat.
Du allein warst mein Beschützer, Inhalt meines Lebens.
Du warst mir ein Freund und Vater. Ich liebe dich.
:herz:
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