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cortejador
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Das Wunder von Kärnten

Beitrag von cortejador »

Das Wunder von Kärnten ist ein Fernsehfilm von Regisseur Andreas Prochaska aus dem Jahr 2011. Das Drehbuch schrieben Christoph Silber und Thorsten Wettcke.

Der Film basiert auf einer wahren Begebenheit aus dem Jahr 1998: Ein vierjähriges Mädchen war in den Teich am elterlichen Bauernhof gefallen und anscheinend ertrunken. Der junge Herzchirurg Dr. Markus Thalmann nahm den aussichtslos scheinenden Kampf um das Leben des Mädchens auf. Dessen Rettung ging als „das Wunder von Kärnten“ in die Geschichte der modernen Medizin ein.

Der junge Wiener Herzchirurg und Ultra-Marathonläufer Dr. Markus Höchstmann hat 1998 in seinem ersten Job am Landeskrankenhaus Klagenfurt keinen leichten Stand. Seine in Wien gebliebene Familie sieht er nur am Wochenende, die älteren Kollegen halten ihn wegen seines Pendelns in die Großstadt für arrogant. Ausgerechnet an dem Wochenende, an dem sein Sohn seinen fünften Geburtstag hat, muss er den in die USA verreisten Chefarzt vertreten und soll einen Kärntner Abgeordneten operieren.

Doch dann tritt ein Notfall ein: Per Rettungshubschrauber wird ein vierjähriges Mädchen anscheinend leblos, mit einer Körpertemperatur von nur 18,4 °C in die Klinik gebracht. Ein wohl hoffnungsloser Fall, denn die Kleine lag fast 30 Minuten unter Wasser. Eine vergleichbare Rettung war bis dahin noch nie gelungen. Obwohl er nie zuvor ein Kind operiert hat, sich die Ausstattung des Krankenhauses als ungeeignet erweist und seine erfahreneren Kollegen keine Hoffnung auf Rettung sehen, nimmt Höchstmann den Kampf um das Leben der Patientin auf. Nach einer fünfzehnstündigen Operation gelingt es ihm und seinem Team schließlich, die kleine Katharina am Leben zu erhalten. Wider alle Prognosen wacht sie nach einigen Tagen aus dem Koma auf und wird wieder vollständig gesund.
Quelle: Wikipedia

Ein Film mit absolutem Tränenfaktor.
Zuletzt geändert von cortejador am 01.05.2026, 07:12, insgesamt 1-mal geändert.
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cortejador
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Re: Das Wunder von Kärnten

Beitrag von cortejador »

Markus Thalmann

Thalmann ist Oberarzt, Facharzt für Chirurgie und Zusatzfacharzt für Herzchirurgie sowie Zusatzfacharzt für Gefäßchirurgie am Herzzentrum im Krankenhaus Hietzing in Wien. Markus Thalmann ist außerdem begeisterter Marathonläufer. Er nahm regelmäßig am Spartathlon teil und gewann diesen Lauf 2003. 2002, 2004 und 2008 wurde er Zweiter und 2005 und 2012 Dritter. Weiter hält er den österreichischen Rekord im 100-km-Straßenlauf mit 6:57:26 h, aufgestellt 2001 in Wien.

Bekannt wurde Thalmann durch eine Operation am 3. Mai 1998, als er am Landeskrankenhaus Klagenfurt als Oberarzt ein vierjähriges Mädchen rettete, das mehr als eine halbe Stunde unter Wasser gewesen war. Über die Grenzen Österreichs hinaus wurde der Fall bekannt, weil die Medikation und Instrumentierung, die nur für Erwachsene entwickelt war, teilweise während des Eingriffs an Kleinkind-Maße angepasst werden musste. Im Jahr 2011 entstand mit Das Wunder von Kärnten ein Fernsehfilm über diese Operation, die vom ZDF und vom ORF 2 ausgestrahlt wurde. Thalmann wurde von Ken Duken dargestellt.
Quelle: Wikipedia
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Leni
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Re: Das Wunder von Kärnten

Beitrag von Leni »

Ich habe den Film vor Jahren auch gesehen und mir gedacht: Das ist Wahnsinn, was die Ärzte da geleistet haben, aber: ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass das das übliche Verhalten ist, ich glaube eher, dass normalerweise ca. eine halbe Stunde (bei Ertrinkungen im kalten Wasser auch länger) versucht wird zu Reanimieren, aber dann aufgehört wird. Weil, (wie ich glaube mich zu erinnern) auch im Film von einem der Ärzte gesagt, die Gefahr, nur noch "Gemüse" zu retten, zu groß wird.

Ich glaube, sie haben sogar während dieser langen Reanimation noch eine Herz-Lungen-Maschine selbst gebaut, weil sie so schnell keine bekommen konnten.
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cortejador
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Re: Das Wunder von Kärnten

Beitrag von cortejador »

Ich bin kein Mediziner und viel gedacht habe ich dabei nicht, ich war nur ergriffen.
Auch durch die Musik, die nur als ein abklingendes Stampfen wie der Herzschlag zu hören war, das ständig den Film begleitet.
Absolut dramatisch für mich und während ich das schreibe muss ich immer noch heulen wie ein Schlosshund.
Die Gefahr "Gemüse" aus ihr zu machen war natürlich immer vorhanden. Da hat der Markus Thalmann sozusagen Glück gehabt.
"Die Organe erholen sich" sagte Höchstmann.
"Alle?" fragte der ständig zweifelnde hinzugezogene Kinderarzt.
Thalmann der wirkliche Arzt.
Höchstmann sein Name im Film.

Thal und Höchst - wunderbares Wortspiel. Man hätte ihn auch Berghmann nennen können :P
Zuletzt geändert von cortejador am 01.05.2026, 12:40, insgesamt 1-mal geändert.
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cortejador
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Re: Das Wunder von Kärnten

Beitrag von cortejador »

Ich möchte ja hoffen dass der Film bald mal wieder gesendet wird nachdem ich ihn auch im Familien- und Bekanntenkreis propagiert habe. Aber meistens kommen nur Krimis, Gewaltfilme oder sonstiger Scheiß! Oder, sehr zur Freude der Kirschblüte, Harald Lesch.
Naja immerhin war der Film "begabt - die Gleichung eines Lebens" (den habe ich natürlich auf blu ray) wieder mal dran. Also die Hoffnung nicht aufgeben!
Übrigens das mit der Herz-Lungen-Maschine stimmt. Die haben sie zusammengebastelt. Großartig!
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Re: Das Wunder von Kärnten

Beitrag von Leni »

cortejador hat geschrieben: 01.05.2026, 07:58
Naja immerhin war der Film "begabt - die Gleichung eines Lebens" (den habe ich natürlich auf blu ray) wieder mal dran. Also die Hoffnung nicht aufgeben!
Ja, den lieb ich auch sehr!
cortejador hat geschrieben: 01.05.2026, 07:58 Übrigens das mit der Herz-Lungen-Maschine stimmt. Die haben sie zusammengebastelt. Großartig!
Da hab ich mich richtig erinnert! Mir fällt gerade ein, das erinnert mich an diese Wahnsinnsmission von einer Apollogeschichte, als eines der Raumschiffe ausfiel (?) und sie mit der Kapsel, die sie eigentlich nicht zur Erde bringen sollte landen mussten und von der NASA am Boden angeleitet mit dem Zeug, was sie zur Verfügung hatten, ihre Kapsel so umgebaut haben, dass sie zur Erde kommen konnten. Diese Doku war der spannendste Krimi, den ich je gesehen habe.
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Re: Das Wunder von Kärnten

Beitrag von Sakura »

Leni hat geschrieben: 02.05.2026, 14:17 Diese Doku war der spannendste Krimi, den ich je gesehen habe.
Diese Doku behandelt einen bis zur völligen Erschöpfung ausgelutschen beinahe-Notfall bei der Reise von Apollo 13.
Gefühlt kommt jedes Jahr eine neue Doku oder ein neuer Spielfilm darüber raus. Denn in der realen Raumfahrt kriegt man seit Jahrzehnten nichts mehr auf die Reihe.
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Leni
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Re: Das Wunder von Kärnten

Beitrag von Leni »

Wieso "beinahe Notfall?" Noch größer konnte dieser Notfall doch kaum sein!

Und warum "ausgelutscht"? Dieses Wort verstehe ich im Zusammenhang mit diesem Ereignis nicht.

Ich habs eben nochmal nachgelesen, was passiert ist

https://de.wikipedia.org/wiki/Apollo_13

Die sind mit der MONDLANDEFÄHRE!!! zur Erde zurück! :shock: Wahnsinn! :shock:

Ich kann mich noch erinnern, dass das größte Problem das war, einen Ersatz für dieses Hitzeschild zu konstruieren mit den Sachen, die die an Bord hatten.

Sehr eindrucksvoll war, wie sie in den Räumen der NASA diese Mondlandefähre 1:1 nachgebaut haben, um zu wissen, was die an Material an Board haben, das man nun für ihre Zwecke zweckentfremden kann.
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Re: Das Wunder von Kärnten

Beitrag von Sakura »

Nein!
Die drei sind ganz normal mit der Kapsel gelandet. Weil der Sauerstoff darin alle war, nachdem die Flasche geplatzt ist, hat man einfach den aus der Mondfähre genommen, die Landung abgesagt und ist zurück geflogen.
OK, es war spannend und für einen mittelmäßigen Spielfim hats gereicht, aber das wars auch schon.
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Re: Das Wunder von Kärnten

Beitrag von Leni »

Leni hat geschrieben: 02.05.2026, 14:17
cortejador hat geschrieben: 01.05.2026, 07:58
Naja immerhin war der Film "begabt - die Gleichung eines Lebens" (den habe ich natürlich auf blu ray) wieder mal dran. Also die Hoffnung nicht aufgeben!
Ja, den lieb ich auch sehr!
Hier sind Eindrücke von der Verfilmung

https://www.youtube.com/watch?v=mxj2gpLy5bY
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Re: Das Wunder von Kärnten

Beitrag von Leni »

Sakura hat geschrieben: 02.05.2026, 14:47 Nein!
Die drei sind ganz normal mit der Kapsel gelandet. Weil der Sauerstoff darin alle war, nachdem die Flasche geplatzt ist, hat man einfach den aus der Mondfähre genommen, die Landung abgesagt und ist zurück geflogen.
OK, es war spannend und für einen mittelmäßigen Spielfim hats gereicht, aber das wars auch schon.
Dann ist das ziemlich missverständlich
Am 11. April 1970, einem Samstag, startete die Saturn-V-Rakete um 19:13:00 UT vom Launch Complex 39A des Kennedy Space Centers in Florida. Rund 56 Stunden später – noch auf dem Hinweg zum Mond – geschah die Havarie. Um zu überleben, stiegen die Astronauten in die Mondlandefähre um, wo sie die meiste Zeit bis kurz vor dem Wiedereintritt in die Erdatmosphäre verbrachten.
Die sind vor dem Eintritt in die Erdatmosphäre nochmal umgestiegen?
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Re: Das Wunder von Kärnten

Beitrag von Sakura »

Genau!
Kurz nach dem Start, auf dem Hinweg, wird die Landefähre an die Spitze der Kapsel gekoppelt, so dass man umsteigen kann.
Für den Rest des Hinwegs geht immer mal wieder einer in die Landefähre um die Systeme zu checken.
Daran ist nichts besonderes, oder besser: daran WAR nichts Besonderes, denn heute wäre sowas wieder ein hochriskantes Manöver, weil man die Technik dafür heute komplett verlernt hat. Man denke nur an die beiden unbemannten Mondlander Anfang der 20er Jahre, die bei der Landung umgekippt sind!
Und natürlich musste man hinterher wieder in die Kapsel, denn die Landefähre war nie ausgelegt für einen Wiedereintritt. Die koppelte man also vorher wieder ab und stieg in die Kapsel, denn der Sauerstoffvorrat in den Anzügen reichte für die wenigen Stunden bis zur Bergung.
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Re: Das Wunder von Kärnten

Beitrag von Leni »

Ich finds trotzdem Wahnsinn!

Was mich am meisten berührt, was Raumfahrt betrifft, ist der Hund, Laika hieß sie glaube ich. Ich hoffe, sie hat nicht leiden müssen!

Menschen sind solche Arschlöcher! :twisted:
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