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BeitragVerfasst: 08.05.2014, 15:56 
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So, im Grunde soll dieser Faden 2erlei Nutzen haben, er soll mir ersten sagen, welches Linux-OS ich jetzt denn neu installieren sollte, und:

ER SOLL EINE SAMMLUNG VON FÜR UNSEREINER GEEIGNETEN BETRIEBSSYSTEMEN DARSTELLEN.

Also fange ich gleich einmal an mit Fragen:
1. Taugt die Vollverschlüsselungsoption von Lubuntu was? (Hab ich auf meinem Ex-XPler)

2. Ganz allgemein, worin unterscheiden sich die Ubuntu-Derivate maßgeblich?

3. Gibt es solche Systeme, die man besser nicht nehmen sollte?

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BeitragVerfasst: 08.05.2014, 20:32 
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Erst einmal: Pädos sollten keine besondere Anforderungen an ein Betriebssystem haben. Oder andersrum: jeder hat etwas zu verbergen. Auch die, die Gegenteiliges verkünden.

Zu Frage 1:
http://de.wikipedia.org/wiki/Dm-crypt

zu Frage 2:
Im verwendeten Desktop, quasi die zuoberst liegende Schicht des Betriebssystems, die mit dem Benutzer interagiert und grafische Ausgaben der Programme ("Fenster") anzeigt. Dazu gehört dann meist noch ein Bündel von Programmen, die speziell auf den jeweiligen Desktop zugeschnitten sind. Zum Beispiel wird man u. U. einen anderen grafischen Dateimanager haben.
Ubuntu selbst ist schon mit mehreren verschiedenen Desktops erhältlich, zusätzlich aber gibt es weitere Abzweigungen, die sich aus denselben Quellen bedienen und ganz eigene Ansätze verfolgen. Linux Mint z. B., welches sich standardmässig mit "Cinnamon" anbietet, oder ganz exotisch Bodhi mit "Enlightenment".

zu Frage 3:
Das Problem ist, dass man als Umsteiger von Windows her ganz typische Fehler macht. Man ist genervt von Sachen, die nicht so funktionieren, wie gedacht, und durchbricht dann von innen die Barrieren, die das System aus gutem Grunde nach aussen errichtet hat.

Und dann ist da noch die Anpassung der Distros an die Nutzerschaft. Ubuntu selbst z. B. wird seit ein paar Jahren auf "du bist mein Freund" getrimmt. Dabei entstehen dann solche Dinge wie "Zeitgeist", die wohl freundlich die Benutzbarkeit für den Durchschnitts-DAU erhöhen, gleichzeitig aber eine Datenschutz-Katastrophe darstellen.
In der letzten Zeit sind z. B. auch ein paar blöde Fehler im Sperrbildschirm des Unity-Desktops gefunden worden. Sowas darf eigentlich nicht sein, von Ubuntu würde ich also inzwischen abraten.

Entscheidend ist, was hinten rauskommt. Von der Benutzerfreundlichkeit und Eingängigkeit liegt Linux Mint bei mir recht weit vorn. D. h., es würde, hätte ich es beim letzten Mal hinbekommen, ein vollverschlüsseltes LVM zu errichten. Nach ein paar vergeblichen Versuchen mit der Installationsroutine gab ich dann entnervt auf. Da hätte ich mich halt etwas mehr reinhängen müssen... was ich sagen will: lieber ein vollverschlüsseltes Ubuntu, als ein unverschlüsseltes Mint. Wobei ma sich die Nutzerdaten ja trotzdem verschlüsseln lassen kann... was aber dann nicht heisst, dass ein Forensiker der swap-Partition nicht doch Informationen entreißen könnte.

Waldbär

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BeitragVerfasst: 08.05.2014, 20:39 
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Was verschlüsselung angeht: bei der installation von Fedora, wird man während dem installationsprozess gefragt, ob man sein system verschlüsseln möchte. einfacher gehts wohl kaum.

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"Wer die Sicherheit der Freiheit vorzieht, wird immer in der Unfreiheit landen – und damit in der schlimmsten Unsicherheit, die dem Menschen widerfahren kann."

Roland Baader
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BeitragVerfasst: 09.05.2014, 18:50 
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Aaalso gut, DANKE den Antwortenden!

@Waldbär

zu 1. : Gut, ich hab das jetzt gelesen... heißt das jetzt ja oder nein oder jein??

zu 2. : Danke!

zu 3. : Dürfte ich fragen, was dir mit Linux MInt solche Schwierigkeiten gemacht hat? Das hatte ich nämlich auch schon im Fokus.

@Jean Valjean

Also mit Fedora habe ich keine Ahnung, aber Lubuntu weiß ich macht das auch.

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BeitragVerfasst: 10.05.2014, 09:23 
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Dämon im Herzen hat geschrieben:heißt das jetzt ja oder nein oder jein??
Das heisst, das Kryptographie ein unglaublich schwieriges Thema ist, wenn man versucht, sich damit auseinanderzusetzen. Mein Wissen darüber reicht bei weitem nicht aus, und auch das derjenigen, die "mal eben" "irgendwas mit Krypto" in Umlauf bringen, nicht unbedingt.
Ich bekomme nur Folgendes mit: selbst gestandene Programmierer, die seit Jahren richtig tief in der Materie stecken, scheinen gelegentlich überrascht zu sein, was alles geht und was nicht, und wo Fehler stecken, die angreifbar sind.

Nach allgemein verbreiteter Auffassung soll das Verfahren und seine Umsetzung wohl okay sein.
Dämon im Herzen hat geschrieben: Dürfte ich fragen, was dir mit Linux MInt solche Schwierigkeiten gemacht hat?
Ich weiß das nicht mehr so genau. Meiner Erinnerung nach: es gibt dort - beim grafischen Installer - auch irgendwann die Möglichkeit, ein verschlüsseltes LVM einzurichten, wenn man die Partitionen konfiguriert. Das wurde auch gemacht, anschließend jedoch fand sich das Tool nicht mehr zurecht und brach ab.
Ist wahrscheinlich ein banales Problem, das man hätte leicht händisch rauskonfigurieren können, vielleicht tritt es andernorts auch nicht auf. Versuche es einfach, kaputtgehen kann eigentlich nichts, und der Platz auf der Festplatte wird ja sowieso geplättet.

Waldbär

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BeitragVerfasst: 10.05.2014, 12:10 
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Danke, Waldbär.

Rentiert es sich eigenlich, auf das neue Release zu wartern, hat das Vorteile? Oder ist man mit dem Long-time-release besser dran? Falls ich in der Lage sein sollte, Linux Mint so einzurichten, werde ich davon berichten und vielleicht Tipps geben.

Übrigens, wer an *Lubuntu* (Gut für leistungsschwache PC's) interessiert ist, das Ding hat bei seiner Installation bei mir Probleme mit langen Passwörtern und erkennt die Gleichheit mit der Bestätigung erst, wenn das Passwort zweimal vollständig eingetippt ist.

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BeitragVerfasst: 12.06.2014, 19:18 
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:arrow: https://tails.boum.org/
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BeitragVerfasst: 28.08.2014, 19:34 
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kann man das überhaupt auch auf festplatte installieren? ich will dafür nicht einen Stick verschwenden müssen

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BeitragVerfasst: 28.08.2014, 19:51 
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Wenn du ein OS willst, welches auf die HDD installiert wird, dann nimm entweder Windows oder Linux. Tails ist dafür berühmt, keine Spuren zu hinterlassen - und deshalb ist ein Live-OS (CD oder Stick) erforderlich.
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BeitragVerfasst: 28.08.2014, 20:00 
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Tails ist ja linux, mir geht es nur darum, dass ich Internet lieber standardmäßig über Tor hätte.

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BeitragVerfasst: 28.08.2014, 20:06 
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Kumatora hat geschrieben:ich will dafür nicht einen Stick verschwenden müssen
Also so einen blöden Spruch habe ich ja schon lange nicht mehr gehört. Da machen sich Leute die Mühe und entwickeln eine Betriebsystems-Distribution für möglichst gute Anonymität; machen sich einen richtigen Kopp, dass das ganze auch anständig funktioniert; stecken Unmengen Zeit und Energie rein; und verschenken das Ganze dann auch noch.
Und dann kommt einer daher und mäkelt rum, weil er keine 2,95 für nen Stick ausgeben will.
Das ist mir wirklich zu blöd! Mir fehlen für sowas echt die Worte.

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... und sie sah die Welt nicht so wie sie war, sondern wie sie sein könnte. aus Cinderella

TorChat: klick auf Profil.
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BeitragVerfasst: 28.08.2014, 20:09 
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Es scheint mir eher eine Vertrauensfrage zu sein, zu sagen etwas sei sicher heißt ja nicht das es das auch ist.
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BeitragVerfasst: 28.08.2014, 20:19 
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Ich wüsse jetzt nicht wie man Tails auf der HDD installiert. Was du jedoch machen kannst ist für dein aktuelles OS (oder ein neu installiertes OS) ein "Tor transparent proxy" aufzusetzen. Somit gehen ALLE Verbindungen über Tor, ohne das du ein Programm spezifisch konfigurieren musst:

https://trac.torproject.org/projects/to ... arentProxy

Das kann jedoch knifflig sein, also wäre die beste Option Tails auf einer VM zu installieren, welches in einem TrueCrypt Container gespeichert ist. Aber ganz ehrlich; kauf dir einen billigen 2GB USB Stick ;)
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BeitragVerfasst: 28.08.2014, 20:37 
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Die sicherste Nummer, ist es sich einen OpenWRT kompatiblen Router zu kaufen, diesen kann man dann mit OpenWRT so modifizieren das er den gesamten Traffic des Netzwerks (also aller Geräte die an ihn angeschlossen sind), durch Tor leitet.
Dies hat auch den Vorteil der Gerätetrennung, sollte dein PC infiziert sein, ändert das nichts an der Routerkonfiguration, da haben selbst Sicherheitslücken, wie der JavaScript Bug vom letzten Jahr keine Chance (naja solange Tor selbst weiterhin sicher ist).

Nachteil ist, das du eben auch den Router regelmäßig updaten musst.
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BeitragVerfasst: 28.08.2014, 20:51 
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Alice-Knuddler hat geschrieben:diesen kann man dann mit OpenWRT so modifizieren das er den gesamten Traffic des Netzwerks (also aller Geräte die an ihn angeschlossen sind), durch Tor leitet.
Das habe ich mit einem VPN gemacht! ;)
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